7 Anzeichen für PMDS
Die unterschätzte Zyklusfalle, die dein Leben beeinflussen kann
Was ist PMDS?
Die prämenstruelle dysphorische Störung (PMDS) ist eine besonders schwere Form des prämenstruellen Syndroms (PMS). Anders als das bekanntere PMS sind bei PMDS vor allem die psychischen Symptome stark ausgeprägt – und sie können das Leben erheblich beeinträchtigen. Betroffene Frauen berichten von extremen Stimmungsschwankungen, tiefer Erschöpfung, Reizbarkeit und einem Gefühl, sich selbst nicht mehr zu erkennen. PMDS tritt in der zweiten Hälfte des Zyklus auf – meist ab dem Eisprung bis zum Einsetzen der Periode – und klingt dann abrupt ab.
PMDS ist keine Einbildung, sondern eine medizinisch anerkannte, neurobiologisch bedingte Störung. Rund 3–8 % der menstruierenden Frauen sind davon betroffen, doch viele kennen die Diagnose nicht oder erkennen sich in der Beschreibung erst spät wieder.
Wie sich PMDS im Alltag zeigt
PMDS betrifft nicht nur den Körper, sondern durchdringt viele Lebensbereiche – oft gleichzeitig:
- Emotional: Überwältigende Traurigkeit, Reizbarkeit, Angst oder plötzliche Wutanfälle.
- Kognitiv: Konzentrationsschwierigkeiten, Grübelschleifen, das Gefühl „neben sich zu stehen“.
- Körperlich: Spannungsgefühle, Kopfschmerzen, Erschöpfung, Schlafstörungen, Verdauungsprobleme.
All das kann den Alltag deutlich erschweren – sei es bei der Arbeit, in Beziehungen oder in der Selbstfürsorge.
Die 7 häufigsten Anzeichen für PMDS
1. Extreme Stimmungsschwankungen
Du fühlst dich plötzlich grundlos traurig, überfordert oder leer? Und das immer wieder in der gleichen Zyklusphase? Bei PMDS gleichen diese Phasen einer depressiven Episode – verschwinden aber meist schlagartig mit Beginn der Blutung.
Typisch: Ein Gefühl, nicht du selbst zu sein – fremdgesteuert, machtlos, zurückgezogen.
2. Reizbarkeit oder plötzliche Wut
Kleine Reize lösen heftige Reaktionen aus? Deine Geduld ist dünn wie Papier? Viele Betroffene erleben sich in diesen Momenten als unkontrollierbar – und leiden anschließend unter Schuldgefühlen.
Achtung: Diese emotionale Reizbarkeit ist keine Charakterschwäche, sondern ein ernstzunehmendes Symptom.
3. Konzentrationsprobleme
Deine Gedanken springen, du kannst dich nicht fokussieren oder Aufgaben erscheinen unüberwindbar? Diese kognitive „Vernebelung“ ist ein häufiges, aber oft übersehenes Zeichen von PMDS.
4. Tiefe Erschöpfung und Antriebslosigkeit
Du wachst müde auf, bist kraftlos trotz ausreichend Schlaf? Selbst Kleinigkeiten wie Kochen oder ein Telefonat fühlen sich anstrengend an? Diese Form der Erschöpfung kommt von innen – und geht über bloße Müdigkeit hinaus.
5. Körperliche Beschwerden
Viele Frauen beschreiben bei PMDS Symptome, die an eine Grippe erinnern:
Beschwerden | Typische Ausprägung |
Brustspannen | Druckgefühl, empfindliche Brüste |
Kopfschmerzen/Migräne | Zyklusabhängig, oft pulsierend |
Muskelschmerzen | Verspannungen, Gliederschwere |
Verdauungsprobleme | Blähungen, Völlegefühl, Durchfall |
Wassereinlagerungen | Schwere Beine, geschwollenes Gesicht |
6. Spürbare Erleichterung mit Einsetzen der Periode
Ein sehr typisches Zeichen für PMDS: Die Symptome verschwinden beinahe schlagartig mit dem ersten Blutungstag. Zurück bleiben oft Verunsicherung oder Scham über das Verhalten der letzten Tage – obwohl du nichts dafür konntest.
7. Wiederkehrendes Muster
Das auffälligste Merkmal von PMDS ist seine zyklische Regelmäßigkeit. Monat für Monat kehren die gleichen Beschwerden in der Lutealphase zurück – oft über Jahre hinweg. Dieses wiederkehrende Muster macht PMDS eindeutig diagnostizierbar, wird aber trotzdem häufig übersehen.
Wann es mehr als PMS ist
Ein leichter Stimmungstief vor der Periode ist normal. Wenn aber die Symptome dich regelmäßig überfordern, dein Leben beeinträchtigen und du dich nicht mehr wiedererkennst – dann könnte es PMDS sein. Im Gegensatz zu PMS verschwindet bei PMDS die Lebensqualität vorübergehend fast vollständig.
Warum PMDS so belastend ist
PMDS wirkt nicht isoliert. Es beeinflusst:
- Beziehungen: Streit, Rückzug, emotionale Verletzungen.
- Beruf: Fehlzeiten, Konzentrationsprobleme, Leistungsabfall.
- Selbstwert: Scham, Schuldgefühle, das Gefühl „nicht normal“ zu sein.
Die Erkrankung bringt Frauen oft in einen inneren Konflikt zwischen Funktionieren-Müssen und Nicht-Mehr-Können.
Symptome im Vergleich: PMDS vs. PMS
Merkmal | PMS | PMDS |
Häufigkeit | Sehr häufig (bis 75 %) | Seltener (3–8 %) |
Emotionale Symptome | Leichte Reizbarkeit, Stimmung | Tiefe Traurigkeit, Wut, Angst |
Dauer der Beschwerden | 1–3 Tage vor der Periode | 10–14 Tage vor der Periode |
Beeinträchtigung im Alltag | Gering bis moderat | Schwer bis einschränkend |
Reaktion auf Menstruation | Mäßige Linderung | Plötzliche, deutliche Erleichterung |
Was du selbst tun kannst – Erste Schritte
- Symptome dokumentieren:
Führe ein Zyklus- und Stimmungstagebuch für mindestens zwei Monate. So erkennst du Muster und kannst gezielter Hilfe suchen. - Zyklustracker nutzen:
Ein strukturierter Überblick hilft dir, deine Beschwerden ernst zu nehmen – und ist hilfreich für Gespräche mit Fachpersonen. - Psychologische Begleitung in Betracht ziehen:
Oft reicht schon ein geschützter Raum, um Klarheit zu finden und erste Schritte in Richtung Entlastung zu gehen.
Wann und warum psychologische Begleitung sinnvoll ist
PMDS betrifft nicht nur den Körper – es trifft mitten ins emotionale Erleben. In einer psychologischen Beratung kannst du:
- dich verstanden fühlen,
- deine Erfahrungen sortieren,
- konkrete Impulse für deinen Alltag erhalten,
- und dich wieder mit dir selbst verbinden.
Gerade bei wiederkehrenden Mustern ist es wichtig, diese gemeinsam zu reflektieren und neue Perspektiven zu entwickeln.
Was dich in der psychologischen Beratung erwartet
- Klarheit über deine Symptome: Was genau passiert mit dir – und warum?
- Erste Orientierung: Welche Schritte jetzt sinnvoll sind (ärztliche Abklärung, Selbsthilfe, Alltagsstruktur).
- Individuelle Empfehlungen: Passend zu deinem Alltag, deinem Energielevel, deinen Ressourcen.
- Langfristige Begleitung: Wenn gewünscht, um das Gelernte auch nachhaltig im Leben zu verankern.
- Impulse für deinen Alltag: Kleine Veränderungen, die große Wirkung zeigen.
Dein nächster Schritt: Psychologische Begleitung
Wenn du dich in diesem Artikel wiedererkennst, ist das kein Zufall – sondern ein erster Schritt Richtung Selbstwirksamkeit.
👉 Du musst das nicht alleine schaffen.
Ich begleite dich professionell und einfühlsam auf deinem Weg zurück zu mehr Stabilität, Klarheit und Leichtigkeit im Alltag.
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